Innsbrucker Promenaden
konzerte 2024

Hofburg Innsbruck
05.07. - 28.07.2024

Klang trifft Kulisse!

Auf Tirols schönster Freiluftbühne

Die Innsbrucker Promenadenkonzerte interpretieren Freiluftkonzerte neu und schaffen damit den Spagat zwischen Klassik und Moderne. Was schon im 19. Jahrhundert in Paris, London und Wien für große Begeisterung gesorgt hat, wird im Innenhof der Kaiserlichen Hofburg Innsbruck auf ganz besondere Weise fortgeführt. Promenadenkonzerte haben Kunstmusik demokratisiert und damit den Zugang für die breite Gesellschaft geöffnet. Unsere Konzertreihe verbindet laue Sommerabende mit Musik in höchster Qualität. Genießen Sie stimmungsvolle Freiluftkonzerte in einzigartiger Atmosphäre im Herzen der Alpenhauptstadt. Wir laden Sie dazu ein, den FreiRaum Musik vom 05. bis 28. Juli 2024 gemeinsam mit uns zu erobern, zu beleben und zu genießen.
 

Klassik trifft Moderne

Ein Hauch österreichische Monarchie vereint mit internationalen Größen der klassischen Moderne

 

Einzigartige Atmosphäre

Die Magie der barocken Architektur, die ausgezeichnete Akustik und dazu wunderschöne Musikstücke in lauer Sommernacht

Unsere Konzerte leben von der einzigartigen Atmosphäre im barocken Innenhof der Kaiserlichen Hofburg Innsbruck, herausragenden Orchestern und dem Musikgenuss an lauen Sommerabenden. Die Innsbrucker Promenadenkonzerte schaffen damit einen Raum für neue Eindrücke und geben einen unvergleichlichen Einblick in die wunderbare Vielfalt der Musik.

Die Innsbrucker Promenadenkonzerte

Dramaturgie einer Erfolgsgeschichte

Die Innsbrucker Promenadenkonzerte wurden im Jahr 1994 von Alois Schöpf gegründet, mit dem Ziel, die Musikliteratur des mitteleuropäischen Raums aus der Zeit bis in die Zwanzigerjahre des vorigen Jahrhunderts zu pflegen und einem heterogenen Publikum möglichst niederschwellig zugänglich zu machen. Die dargebotene Musik im Rahmen der Innsbrucker Promenadenkonzerte soll keinesfalls kommerziell, sondern als kulturell wertvoller Beitrag erhalten bleiben und auch in Zukunft die Verbindung zwischen zeitgenössischer Kunstmusik und der Kunstmusik unserer einzigartigen europäischen Musikgeschichte bilden. Unsere Konzerte sollen unserem Publikum allerdings auch ein wachsendes Verständnis für Kunst und Kultur der Gegenwart möglichst nachhaltig näherbringen. Womit sich die Innsbrucker Promenadenkonzerte verstärkt das Ziel setzen, zeitgenössische Werke, auch in Form von Uraufführungen, darzubieten. Gleichzeitig möchten wir die wertvolle Tradition unserer österreichischen Militär- und Zivilorchester weiterführen, Literatur aus Opern, Operetten, Balletten, Solowerken etc. möglichst vielen Menschen näherzubringen. Diese Tradition dient nach wie vor als wichtige Vermittlung und Verbreitung von europäischer Kunstmusik innerhalb der Bevölkerung. Konzertveranstalter greifen sehr oft zu einem Konzept aus Kompositionen und einer Dramaturgie, welche für die Allgemeinheit sofort zugänglich ist. Die Innsbrucker Promenadenkonzerte geben sich allerdings nicht immer mit dem kleinsten gemeinsamen Nenner zufrieden und erlauben sich behutsam dosierte Ausflüge in gewagte Musikgefilde. Die Heterogenität unseres Publikums sehen wir somit als Chance, es mit bisher unbekannten und ungewohnten Musikformen in Berührung zu bringen. 
Die Künste sind lebenswichtige Kraftwerke unserer Gefühle und unserer Wahrnehmung, auch für eine Verständigung der Gesellschaft über ihre Gegenwart und ihre Zukunft, die wir mit Ihnen teilen möchten.

Die Geschichte der Promenadenkonzerte

Anfänge in den Vergnügungsgärten von England

Als Vorläufer der Promenadenkonzerte können Musikdarbietungen in Englischen Gärten des 18. und 19. Jahrhunderts bezeichnet werden. Der Begriff Promenadenkonzert geht auf das 18. Jahrhundert zurück und bezieht sich auf musikalische Darbietungen in den vielen Lustgärten der englischen Hauptstadt London. Eine Besonderheit die zu Zeiten vorherrschender Kammerkonzerte am Adelshof undenkbar war, ist sicherlich die fehlende Kleiderordnung sowie die Tatsache, dass das Publikum während den Aufführungen herumlaufen konnte. Der Begriff se promener bedeutet aus dem französischen übersetzt laufen, was den ungezwungenen Konzertbesuch unterstreicht. Englische Vergnügungsgärten, die teilweise kostenlos oder mit geringen Eintrittspreisen besucht werden konnten, boten eine Vielzahl an Unterhaltungsmöglichkeiten für die ganze Familie. Als sozialgesellschaftliche Besonderheit führten diese öffentlichen Lustgärten auch dazu, dass sich der Adel und das Königtum mit dem gewöhnlichen Volk vermischte. Die Promenadenkonzerte in England erfreuten sich schnell großer Beliebtheit und weckten auch außerhalb Englands großes Aufsehen. Berichten ist zu entnehmen, dass Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) 1764 als Wunderkind am Cembalo sowie Joseph Haydn (1792-1809) Konzerte in den Ranelagh Gardens, einem weiteren prestigeträchtigen Veranstaltungsort, gegeben haben. Ende des 19. Jahrhunderts kam es auch in Österreich zu einer Vielzahl von Promenadenkonzerten, die dem Vorbild aus Frankreich und England folgten und einen möglichst breiten Bevölkerungskreis zu unterhalten gedachten. An Wochenenden verzeichnete man in Wien teilweise bis zu Hundert solcher Promenadenkonzerte mit vielen Hundert Besucherinnen und Besuchern. Geboten wurde neben einer Vielzahl an Bühnenliteratur aus Oper und Operette natürlich die Wiener Musik mit ihren Walzern und Polkas. Es wurde fleißig getanzt und das Leben in vollen Zügen genossen. Eröffnet wurde das erste Promenadenkonzert im Kurpark am 15. Oktober 1868 unter der Leitung von Johann Strauss Sohn (1825-1899).